Feundschaft beenden - so geht es

Freundschaften beenden

Freundschaften für die Ewigkeit?

Life Coach in Berlin

Wir führen Freundschaften, um gute und schlechte Dinge miteinander zu teilen, zu lachen, zu weinen, uns aufeinander zu verlassen und füreinander da zu sein. Neid, Missgunst und ähnliche negative Gefühle haben da keinen Platz. Wir alle haben die Vorstellung von Freundschaften, die für die Ewigkeit gemacht sind. Der beste Freund oder die beste Freundin, die uns ein Leben lang begleitet. Allerdings gibt es verschiedenste Gründe dafür, dass Freundschaften mit der Zeit auseinandergehen. Die Luft ist raus. Das liegt in erster Linie daran, dass wir alle uns im Laufe unseres Lebens weiterentwickeln. Wir lernen dazu, unsere Interessen, Bedürfnisse und unsere Persönlichkeit verändern sich. Manchmal passen Freundschaften dann nicht mehr zu uns oder sie tun uns schlicht auch nicht gut. Vielleicht geben sie uns auch nicht mehr, was wir brauchen. Die Verbundenheit oder gemeinsame Interessen sind nicht mehr vorhanden. Auch das Aufrechterhalten von Freundschaften aus Lebensabschnitten, mit denen wir innerlich bereits abgeschlossen haben, kann problematisch sein. 

Woran wir erkennen, dass die Luft raus ist

  • wir freuen uns nicht mehr auf die Treffen, sie werden mehr und mehr zur Pflicht
  • uns ist egal, was im Leben unseres Freundes los ist
  • uns ist egal, ob unser Freund weiß, was in unserem Leben gerade passiert
  • wir vermissen die Person nicht in unserem Leben 
  • wir melden uns nie, sondern warten, bis der andere es tut
  • der Kontakt ist zur Gewohnheit geworden
  • auf den Vorschlag eines Treffens folgt keine Tat
  • wir haben nicht mehr das Gefühl, für den anderen da sein zu wollen
  • wir wenden uns mit Problemen an andere Freunde
  • es gab einen Streit oder Konflikt
  • das Vertrauen ist weg / wurde missbraucht
  • eigene Verpflichtungen, so dass die Zeit einfach fehlt

Hilfreich kann es immer sein, sich vorzustellen, die Freundschaft würde nicht mehr existieren. Wie fühlt sich das an? Wenn wir die Freundschaft sofort beenden könnten, würden wir das tun? Diese Fragen sollten wir uns ehrlich beantworten, um herauszufinden, ob wir diesen Schritt gehen wollen, denn er ist fast immer unumstößlich und nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb sollten wir uns vorab eingehend reflektieren. 

Freundschaften beenden – so geht’s!

Beenden wir eine Freundschaft, aus der die Luft raus ist, schaffen wir Platz für neue Begegnungen und Freundschaften. Wir haben mehr Zeit, um andere Freundschaften intensiver zu pflegen. Wie aber beenden wir Freundschaften ohne den anderen zu verletzen? 

Die angenehmste Art eine Freundschaft zu beenden, ist das „Fade out“. Das heißt, wir schränken den Kontakt extrem ein bis er auf Null ist. Diese Variante funktioniert gut, wenn beide Seiten kein Interesse mehr an der Freundschaft haben. Sollte sich die andere Seite jedoch weiterhin melden, wäre es nicht fair, das zu ignorieren.

In diesem Fall kann ein Gespräch helfen. Hier müssen wir unbedingt vorab unsere Absicht geklärt haben! Was wollen wir in dem Gespräch erreichen? Das Gespräch sollte im besten Fall persönlich erfolgen, weil das einen respektvollen Umgang mit der Situation widerspiegelt. Hier sollten wir keine Ausreden suchen und unbedingt ehrlich sein! In dem Gespräch kann dann das Anliegen geklärt werden. Vielleicht liegt ein Streit oder eine Meinungsverschiedenheit zugrunde und es bedarf nur einer Klärung. Oder aber es stellt sich heraus, dass ein Ende der Freundschaft unausweichlich ist. 

Manchmal hilft es in Absprache mit der anderen Person eine Pause einzulegen. Hier kann man sich die Zeit nehmen, runterzukommen und zu prüfen, ob man den anderen vermisst. Wichtig hierbei ist es, sich einen konkreten Zeitrahmen zu setzen.

Ist die Entscheidung klar und unumstößlich, dann sollte das Ende sofort oder zeitnah besiegelt werden.

Es ist absolut normal, dass wir uns auch nach dem Ende einer Freundschaft traurig und frustriert fühlen – genau wie nach einer Trennung in einer partnerschaftlichen Beziehung. Wir dürfen uns also auch hier Zeit nehmen, um alles in Ruhe zu verarbeiten.

Du möchtest Unterstützung in schwierigen Situationen? Dann schau Dir doch einmal unser Coaching an.

Deine Vio & Mel


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Boreout: Unterforderter Angestellter

Boreout – wenn Langeweile krank macht

Was ist Boreout?

Life Coach in Berlin

Der Begriff Boreout leitet sich von dem englischen Begriff to be bored (sich langweilen) ab. Es trifft vornehmlich Angestellte und Beamte in guten Positionen, die zudem über eine gute Bildung verfügen. Freiberufler und Selbstständige sind sehr selten betroffen. Es beschreibt einen Zustand der Langeweile, die so stark ist, dass sie die Betroffenen krank macht. Boreout ist nicht als Krankheit anerkannt und findet daher bis heute keine Berücksichtigung im ICD. Es tritt nicht so häufig auf, wie Burnout und findet vermehrt im beruflichen Kontext statt. Grundsätzlich ist die chronische Unterforderung ebenso belastend wie eine langanhaltende Überforderung. Bei einer dauerhaften Unterforderung besteht die Gefahr, dass die Sinnhaftigkeit im Leben verloren geht, denn gebraucht und geschätzt zu werden, stärkt den Selbstwert. Bleibt dies aus, belastet das die Psyche enorm. Boreout entwickelt sich schleichend und wird in den meisten Fällen durch eine monotone Arbeit ausgelöst, bei der Herausforderungen und Anreize fehlen. Früher war Boreout eine häufige Begleiterscheinung bei der Fließbandarbeit, heute hat es Einzug in Büros und andere Arbeitsbereiche gefunden. Es fehlt Raum für Kreativität und Eigenengagement. 

Psychische Belastung durch Boreout

Betroffene schätzen ihre Arbeitsleistung als zu gering ein und sind besorgt, dass andere dies mitbekommen könnten. Sie stehen in einem dauerhaften Gewissenskonflikt, da sie ihre Aufgaben immer nur hin und her schieben. Belastend ist zudem der Gedanke, die Interessen des Arbeitgebers zu verletzen. Sie empfinden einen enormen inneren Druck, denn die gute Stellung mit angemessenem Gehalt ermöglicht ihnen oft einen Lebensstandard, den sie nicht aufgeben wollen. Das bindet sie an den ungeliebten Job. Um die Langeweile vor anderen zu verbergen, wird Stress vorgetäuscht. Die Betroffenen begleitet eine ständige Angst, da sie sich nicht trauen, das Thema anzusprechen, um nicht als faul oder weniger leistungsfähig zu gelten. 

Woran erkenne ich ein Boreout?

Die Symptome ähneln denen eines Burnout und bergen daher eine große Verwechslungsgefahr. Hier muss eine sorgfältige Anamnese erfolgen, um dem Boreout auf die Spur zu kommen. Typisch ist das Gefühl, handlungsunfähig zu sein und nichts ändern zu können. Sich in einer beruflichen Sackgasse zu befinden, man fühlt sich unwohl, ist wenig bis gar nicht motiviert. Flüchtigkeitsfehler häufen sich und der Selbstwert geht verloren.

Welche Symptome kommen bei einem Boreout vor?

Mögliche Symptome können sein: 

  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • introvertiertes Verhalten
  • depressive Stimmung
  • Libidoverlust
  • starke Erschöpfung mit Leistungsabfall
  • Lustlosigkeit
  • Flucht in eine Sucht
  • gesteigerte Aggressivität
  • Kopfschmerzen

Es handelt sich immer um eine Kombination mehrerer Symptome über einen längeren Zeitraum. Die unbefriedigende Situation bedeutet aber nicht nur Stress für die Psyche, sondern auch für den Körper, was zum Beispiel Bluthochdruck oder Magenschmerzen verursachen kann.

Wie kommt man aus einem Boreout raus?

Am Anfang sollte immer ein offenes Gespräch mit dem Vorgesetzten stehen. Hilfreich ist auch das Führen eines Arbeitsprotokolls, um die tatsächliche Arbeitszeit zu erkunden. Ist die Situation nicht veränderbar, sollte über einen Arbeitgeberwechsel nachgedacht werden. Auch eine sinnhafte Tätigkeit im privaten Bereich wie etwa ein Ehrenamt kann als Ausgleich dienen und die Situation deutlich verbessern. Hat man das Gefühl, die Situation nicht allein bewältigen zu können, kann ein Coaching oder auch eine Therapie hilfreich sein. Gerade bei Anzeichen einer schweren Depression ist eine therapeutische und gegebenenfalls stationäre Unterstützung unumgänglich.

Was kann der Arbeitgeber tun?

Durch regelmäßige Interventionen und Mitarbeitergespräche kann der Arbeitgeber die Potenziale des Arbeitnehmers filtern und diese fördern. Regelmäßige Fortbildung unterstützen die Weiterentwicklung. Auch Maßnahmen wie Jobrotation innerhalb des Unternehmens oder eine vielfältige Arbeitsteilung bieten Anreize und neue Herausforderungen. Monotonie wird so vermieden.

Grundsätzlich findet Boreout in unserer Leistungsgesellschaft noch zu wenig Aufmerksamkeit und wird selten thematisiert, Betroffene werden als faul und nicht leistungsfähig angesehen. 

Vielleicht ist unser Positive Coaching etwas für Dich: Dabei sehen wir das aktuelle Ziel als einen Schritt auf dem Weg zu mehr Sinnhaftigkeit im Leben.

Eure Vio und Mel


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Life Coach Vio

Life Coaching: Was das ist und wie es Dir helfen kann

Was ist Life Coaching?

Life Coach in Berlin

Der Begriff Coaching kommt aus dem Englischen und beschreibt eigentlich eine Betreuung oder ein Training (ursprünglich im Sportbereich). Life Coaching steht demnach für Lebenstraining oder Lebensberatung und kann als eine Form der Persönlichkeitsentwicklung angesehen werden. Grundsätzlich richtet sich das Life Coaching an Menschen, die etwas in ihrem Leben  oder auch sich selbst verändern wollen, in einer Lebenskrise sind oder Unterstützung in einem Lebensbereich benötigen. So kann es zum Beispiel sein, dass Du in einem Life Coaching Themen wie Selbstverwirklichung, Sinnfindung, Job, Familie oder auch Partnerschaft bearbeiten möchtest. Die Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen sind oftmals fließend, sodass sich während eines Coachingprozesses häufig mehrere Themen zeigen und auch bearbeitet werden können. Das Coaching ist kein endlicher Prozess, sondern im Grunde ein Kreislauf, in dessen Verlauf sich immer wieder neue Fragen und Perspektiven eröffnen können. Hierbei sollte vor allem auch großer Wert auf die Eigenverantwortlichkeit des Coachees gelegt werden, damit dieser unabhängig vom Life Coach an der Verwirklichung seiner Ziele arbeiten kann.

Im Vordergrund stehen beim Life Coaching die Freiwilligkeit, Ressourcen und Ziele des Coachees. Dabei geht es stets um eine lösungs-, zukunfts- und zielorientierte Arbeit zwischen Life Coach und Coachee. 

Im Coachingbereich gibt es verschiedene Strömungen, das heißt, dass Coaches in eine bestimmte Richtung ausgerichtet sind. In meinem Fall ist das die Positive Psychologie. Wie sich diese Richtung von anderen unterscheidet, erfährst Du hier.

Der Übergang zwischen Life Coaching und Therapie ist oftmals nicht klar abgegrenzt. In der Regel gilt hier, dass man in einem Coaching üblicherweise mit psychisch gesunden Menschen arbeitet und im Gegensatz dazu die Therapie zur Wiederherstellung der psychischen Gesundheit dient. In beiden Fällen kommen bei mir grundsätzlich Methoden aus der Psychotherapie zum Tragen, da ich als Heilpraktikerin  über die Heilerlaubnis verfüge und somit in beiden Fällen tätig werden darf.

Was macht ein Life Coach? Wie kann mir Life Coaching helfen?

Life Coaching kann Dir auf vielfältige Weise helfen und Dir neue Perspektiven aufzeigen. So zum Beispiel:

  • Analyse Deiner IST-Situation
  • herausarbeiten von Belastungen und Unzufriedenheit
  • klären der Motivation
  • erkennen und lösen von Verhaltensmustern, Blockaden, Glaubenssätzen 
  • Bedürfnisse erforschen
  • gemeinsame Erarbeitung von Lösungen und neuen Blickwinkeln/Sichtweisen
  • erkennen und fördern von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talenten
  • Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung
  • Stärkung der Ressourcen
  • Förderung der Resilienz
  • Aufbau mentaler Stärke, um mit Krisensituationen, Schicksalsschlägen o.ä. besser umgehen zu können
  • Verbesserung der Selbstreflexion
  • Achtsamkeitstraining

Auch hier können die Themen sehr vielfältig sein. Unter anderem kann es zum Beispiel um die Steigerung des Selbstwertes beziehungsweise des Selbstbewusstseins gehen, der Erarbeitung eines Zeitmanagements, treffen von Entscheidungen, erkennen von Sinn und Werten im Leben, Work-Life-Balance, Stressmanagement oder auch die Frage nach dem persönlichen Glück.

Was biete ich Dir im Life Coaching?

In meinen Coachings stehen Vertrauen, Respekt, Wertfreiheit und Empathie an erster Stelle. Ich unterstütze Dich mit klientenzentrierter Gesprächsführung darin, Deine Aussagen zu reflektieren indem ich sie Dir empathisch spiegele. Ich helfe Dir, Deine Gedanken zu ordnen und Klarheit zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch alles, was er für ein erfülltes Leben benötigt, in sich trägt. Ich unterstütze Dich mit den entsprechenden Tools darin, dies herauszuarbeiten und Deine Ziele zu erreichen. Während meiner Coachings stehen Deine Stärken und Ressourcen jederzeit im Fokus unserer gemeinsamen Arbeit. Hier erfährst Du mehr über die Verfahren, die bei mir zum Einsatz kommen.

Deine Vio

Frau mit Winterdepression am Fenster

Winterdepression – wenn die Tage kürzer werden

Die Wintermonate sind im Anmarsch und die Tage werden wieder dunkler! Gerade in dieser Zeit leiden viele Menschen an schlechter und gedrückter Stimmung – der sogenannten Winterdepression. Die aktuellen Corona-Maßnahmen und die Reduktion unserer sozialen Kontakte tun ihr Übriges. Auslöser dieser depressiven Verstimmung ist das fehlende Licht, wodurch im Winter ein negativer Einfluss auf deinen Hormonhaushalt und dein Immunsystem entsteht. Du erkennst die Winterdepression im Allgemeinen an einem erhöhten Schlafbedürfnis, einer gedrückten Laune und einem geminderten Aktivitätslevel. Mehr zum Thema „Winterdepression“ findest Du auch hier.

Was hilft gegen Winterdepressionen?

Menschen liegen entspannt

Was kannst du dafür tun, diese tristen Monate in einer ausgewogenen Gemütslage durchzustehen?

In den Sommermonaten wird durch die Sonneneinstrahlung in deiner Haut Vitamin D gebildet, das über mehrere Wege dein Gehirn mit dem Glückshormon Serotonin versorgt. 

Durch fehlendes Tageslicht in den Wintermonaten kann es dazu kommen, dass dein Körper zu wenig Serotonin produziert, was deine Stimmung schwanken lässt und dich unglücklich macht. Wichtig ist es vor allem im Winter, deinem Körper ausreichend Vitamin D zuzuführen, um deinen Serotoninspiegel zu erhöhen. Im Winter besteht allerdings das Problem, dass deine Haut größtenteils von Kleidung bedeckt ist, so dass Sonnenstrahlen deine Haut nicht erreichen können. Deshalb gibt es andere Wege, um deinem Körper das benötigte Vitamin D zu beschaffen. Um zu überprüfen, ob ein Vitamin D-Mangel bei dir vorliegt ist es ratsam, dich zunächst einem Bluttest bei einem Arzt zu unterziehen. Mithilfe von Vitamin D3 Kapseln oder Öl kann dein Speicher wieder aufgefüllt werden. Dein Immunsystem und deine Knochen werden ebenfalls von der Vitamin D-Zufuhr profitieren.

Lichttherapie gegen den Winterblues

Ein weiterer Tipp gegen den Winterblues ist die sogenannte Lichttherapie. Mithilfe einer sehr hellen Tageslichtlampe, mit ca. 2.500-10.000 Lux, wird über die Netzhaut Licht in deinen Körper geflutet. So kann der Lichtmangel kompensiert werden und für positive Stimmung sorgen. Am wirkungsvollsten ist diese Tageslichtlampe, die auch als Wecker erhältlich ist, am Morgen, da sie das Schlafhormon Melatonin, das nachts gebildet wird, abbaut.

Ausgewogene Ernährung und ausreichend Vitamine

Häufig geht auch ein erhöhter Appetit mit der Winterdepression einher. Deshalb ist in den Wintermonaten wichtig, dass du auf eine ausgewogene Ernährung und Vitaminversorgung achtest. Der geschätzte Bedarf an Vitamin D liegt bei Erwachsenen in etwa bei 20 Mikrogramm pro Tag. Fettreiche Fische (z.B. Lachs, Hering, Makrele), Eier, Käse, Avocado oder Speisepilze sind gute Vitamin D-Lieferanten.

Sport hilft bei Winterdepressionen

Ebenso können sportliche Aktivitäten sowohl gegen die Auswirkungen des erhöhten Appetits als auch gegen die depressiven Verstimmungen im Winter helfen. Bewegung führt zur Ausschüttung verschiedener Hormone oder Neurotransmitter im Gehirn, wie Adrenalin, Dopamin oder Serotonin. Dieser „Hormonmix“ führt dazu, dass du dich glücklicher fühlst. Am besten ist Sport an der frischen Luft. Dabei ist es egal, in welcher Form du Sport betreibst, Hauptsache die Bewegung macht dir Spaß. Joggen oder ein schöner Spaziergang im herbstlichen Laub, dazu der Geruch der Natur und die Farbenvielfalt tun der Seele gut. Und nebenbei tankst du draußen auch noch ein paar Sonnenstrahlen für deinen Vitamin D-Haushalt!

Auch wenn es in der momentanen Coronazeit nur eingeschränkt möglich ist – und gerade deswegen -, ist es für dein hormonelles Gleichgewicht unglaublich wichtig, deine sozialen Kontakte zu pflegen und sich nicht zu Hause einzuigeln. Lachen ist gesund! Ob bei einem Telefonat, Video-Chat oder persönlichen Treffen.

Wie du siehst gibt es einige Möglichkeiten, die Symptome einer Winterdepression zu minimieren. Wichtig ist es, auf das Gleichgewicht deines Hormonhaushaltes zu achten. Dann kommst du gut durch die dunkle Jahreszeit. 

Solltest du Unterstützung brauchen, stehen wir dir mit unserem Coachingangebot natürlich auch in der trüben Jahreszeit zur Seite!

Deine Mel


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Richtig entspannen bei Stress, mehrere Personen in einem ENtspannungskurs - liegen ausgestreckt auf Matten und haben die Augen geschlossen

Wie entspanne ich richtig bei Stress?

In meinem letzten Blogartikel zum Thema Stress bin ich darauf eingegangen, woher Stress kommt, was uns stresst, warum manche Menschen schneller gestresst sind als andere und warum chronischer Stress auf Dauer gefährlich und gesundheitsschädlich sein kann. So kann eine Dauerstressbelastung unter anderem in einem Burnout enden. In diesem Blogartikel möchte ich dir nochmal einige Entspannungsmethoden näherbringen. Als zertifizierte Entspannungstherapeutin ist das eines meiner Lieblingsthemen und Entspannung ist tatsächlich unerlässlich, um dem Alltag gut gewappnet entgegentreten zu können.

Kurze Entspannung, große Wirkung

Was ich meinen Klienten immer zuerst mit auf den Weg gebe, ist, dass es egal ist, wieviel Zeit ich gerade zum Entspannen habe oder eben auch nicht – es lohnen sich schon wenige Minuten täglich, um seinem Körper und der Psyche Gutes zu tun. Messungen wie zum Beispiel die Herzratenvariabilität geben Hinweise darauf, wie gestresst das System (Sympathikus / Parasympathikus) ist und wie sich gezielte Entspannungsübungen darauf auswirken. Eine Testreihe in unserer Praxis hat dazu sehr gute Ergebnisse geliefert. Bereits nach 6 Wochen war in nahezu allen Fällen eine deutliche Verbesserung der Herzratenvariabilität sichtbar. Dabei hat es oftmals schon gereicht, 3 – 4 mal täglich für 5 Minuten bewusste Atemübungen einzubauen. Was Herzratenvariabilität genau ist, erfährst du hier.

Atemübung

Menschen liegen entspannt

Womit wir auch schon bei der ersten Übung wären, die du ganz einfach ausführen kannst. Du suchst dir einen ruhigen Platz, setzt oder legst dich entspannt hin und stellst dir einen Wecker auf 5 Minuten. Dann schließt du deine Augen und beginnst bewusst tief in den Bauch zu atmen. Konzentriere dich darauf, mit jedem Atemzug mehr Weite in deinem Bauchraum und in deinem Brustkorb entstehen zu lassen. Wenn du magst, kannst du deine Atmung auch begleiten, indem du zum Beispiel zu dir selbst sagst „Ich atme Ruhe ein und ich atme Stress aus“. Du kannst auch versuchen, deinen Atem zu visualisieren. Dabei stellst du dir vor, wie dein Atem dich zum Beispiel als lila Licht durchströmt. 

Diese Übung ist absolut effektiv und wirklich leicht durchzuführen – in jeder Situation! Manchmal höre ich von Klienten, dass sie gerade im Büro immer super gestresst seien, aber dort einfach nicht ungestört sind, sodass sie selbst diese kurze Übung nicht durchführen können. Ich gebe ihnen dann immer den Tipp, die Übung auf der Toilette auszuführen. Selbst wenn das Ambiente dort meist zu wünschen übrig lässt, ist es ein Ort, an dem man nicht gestört wird – und dem Atem ist es egal, wo er fließt.

Extra Tipp: Es gibt auch tolle Apps, die dich mit Klangschalen oder Gongschlägen begleiten. Probiere einfach aus, was dir liegt und womit du gut entspannen kannst. 

Autogenes Training

Das Autogene Training ist ein Entspannungsverfahren, was man in der Regel in der Gruppe erlernt, manchmal auch im Rahmen des Coachings oder der Therapie in Einzelsitzungen. Vereinfacht gesagt, handelt es sich beim Autogenen Training um eine Form der Selbsthypnose. Mit bestimmten Affirmationen soll das vegetative Nervensystem runtergefahren und ein Ruhezustand erreicht werden. Zu Beginn ist es deutlich einfacher, Autogenes Training in einer geführten Form zu praktizieren. Das bedeutet, der Coach oder Therapeut spricht die Formel und man selbst wiederholt es gedanklich. Ziel des Trainings ist es, die Dauer der Übung Schritt für Schritt zu verkürzen, um am Ende schnell in den gewünschten Entspannungszustand gleiten zu können. Neben dem Stressabbau wirkt das Autogene Training auch bei Schlafstörungen, Ängsten, Schmerzen, Konzentrationsschwäche und vielem mehr. Du willst mehr Infos zum Autogenen Training? Dann klick hier.

Fernöstliche Methoden – Yoga, QiGong und TaiChi

Der Fokus liegt bei diesen Verfahren sowohl auf dem Geist als auch auf dem Körper. Alles bildet eine Einheit und das Ziel ist es, eine Balance herzustellen. Durch gezielte Übungen wird sowohl die Fitness als auch die mentale Stärke trainiert. 

Welche Entspannungsmethode ist für mich die richtige?

Hier gilt es tatsächlich auszuprobieren, was dir liegt. Es gibt unzählige Verfahren, die du selber anwenden kannst und Methoden, die geführt werden wie zum Bespiel die Hypnose, die wir auch immer wieder erfolgreich anwenden. Wenn es dir schwerfällt, abzuschalten, können dir geführte Verfahren den Einstieg absolut erleichtern. Wenn du später mehr Erfahrung hast, kannst du vieles super einfach allein anwenden. Egal, ob Meditation, Yoga, Atemübungen oder eines der anderen Verfahren – wichtig ist, dass es dir gut tut, du dich damit wohlfühlst und du es dauerhaft in deinem Alltag anwenden kannst. 

Deine Vio


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Das Wort "Stress", in jedem Buchstaben ist ein gestresste Mensch abgebildet

Stress abbauen – der Gesundheit zuliebe

Was stresst Dich? Warum empfinden Menschen Stress als unterschiedlich belastend? Eine wichtige Rolle bei der Bewertung, was Dir Stress bereitet und was nicht, spielt Dein Gehirn. Es sammelt den ganzen Tag über Eindrücke, speichert und bewertet sie. Dein Gehirn entscheidet aufgrund von Erfahrungen, ob eine Situation für Dich Gefahr bedeutet oder nicht. Erkennt Dein Gehirn eine Situation als bedrohend, stößt es eine Stressreaktion an, die Deinen Körper für Flucht und Kampf bereit macht. Dabei geht es in unseren modernen Gesellschaften in Stresssituationen nur noch selten um eine Bedrohung für Leib und Leben, vielmehr stehen für Dich andere Gefahren im Vordergrund. Allein die Vorstellung solcher Gefahren kann zu einer Stressreaktion führen. Wiederholt sich eine Situation, läuft die Stressreaktion sogar noch schneller ab, da Dein Gehirn sich den Stressor merkt. Dabei ist die Reaktion bei jedem Menschen individuell. Persönliche Erfahrungen, Einstellungen, Emotionen und Verhaltensmuster sowie vererbte Faktoren spielen hierbei eine große Rolle.

Stressoren (Stressfaktoren) sorgen für Stressreaktion

Im Laufe der Evolution haben sich auch die Stressoren verändert. Waren es früher hauptsächlich Hunger, Krankheiten, Verletzungen oder Kälte so sind es heute in den überwiegendsten Fällen psychosoziale Ursachen. Sie lassen Dich gereizt und nervös werden und versetzen Deinen Körper und Deine Psyche in Alarmbereitschaft. 

Stress erlebst Du unter anderem, wenn

  • Du Versagensangst hast 
  • Du Deinen Selbstwert bedroht siehst
  • Du den Verlust eines wichtigen Menschen befürchtest oder erfährst
  • Du Dich zu wenig bewegst oder ungesund ernährst
  • Du an einer schweren Krankheit leidest
  • Du dauerhaft zu großen Belastungen ausgesetzt bist
  • Du anhaltenden Leistungsdruck und Termindruck hast
  • Du Konflikten ausgesetzt bist (zum Beispiel auf der Arbeit, in der Schule oder in der Familie)
  • Du eine übertriebene Anspruchshaltung Dir selbst gegenüber hast und ständigen Perfektionismus lebst
  • Du Dir Sorgen machst, unzufrieden bist oder Dich Zukunftsängste plagen
  • Du an Labilität, Depressivität oder starker Ängstlichkeit leidest

Wie Stress der Gesundheit schadet

In stressigen Situationen schüttet Dein Körper Hormone aus. Über zwei verschiedene Wege (Hypophyse und Hypothalamus) werden Adrenalin, Nor-Adrenalin, ACTH und Cortisol ausgeschüttet. Kurzfristig versetzt diese Reaktion Deinen Körper in den Modus für Flucht und Kampf. Es werden zusätzliche Energiereserven freigesetzt:

  • Blutdruck und Puls steigen
  • der Atem wird schneller
  • es wird mehr Sauerstoff in die Muskeln transportiert
  • die Muskulatur wird besser durchblutet, der Muskeltonus steigt
  • der Blutzuckerspiegel erhöht sich
  • die Blutgerinnung ist erhöht
  • die Verdauung wird gehemmt

Ist die stressige Situation vorüber, kehrt der Organismus zum Normalzustand zurück und die Organe können sich erholen. Wird der Stress aber nun chronisch, weil Du Dich dauerhaft in einer stressigen Situation befindest, läuft die Stressreaktion ununterbrochen weiter. Der Körper kann nicht regenerieren. Das kann auf lange Sicht zu gesundheitlichen Schäden führen. Dabei kann es zu

  • Denkstörungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Störungen des Immunsystems (Infektanfälligkeit)
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Diabetes
  • Depressionen
  • Angststörungen und Panikattacken
  • Burnout
  • erhöhtem Blutdruck
  • Rückenschmerzen und Muskelverspannungen 
  • Kopfschmerzen, Migräne 
  • Tinnitus
  • Suchtverhalten (Drogen und Alkohol)
  • sexueller Unlust
  • Magen- und Darmgeschwüren 

kommen. 

Stress abbauen – gesund leben

In unserer heutigen schnelllebigen Zeit kannst Du Stress nur bedingt verhindern. Täglich bist Du unfassbar vielen Umweltreizen und Stressfaktoren ausgesetzt. Was Du jedoch tun kannst, ist, Dich zu stärken, um stressige Situationen besser (er)leben zu können. Du kannst dabei auf sofortige und langfristige Stressbewältigung zurückgreifen. Zu Beginn ist es allerdings unerlässlich, Dir Deiner Stressoren bewusst zu werden! Mach Dir also klar, was Dich stresst. Im Alltag, im Job aber auch in der Freizeit. Hast Du das herausgefunden, kannst Du in akuten Situationen 3 einfache Methoden anwenden, um dem Stress Einhalt zu gebieten:

1. Stopp sagen

Sage laut „Stopp“. Atme dabei bewusst tief ein und aus. Frage Dich, was genau Dich gerade stresst. Nimm Dir einen Moment Zeit, um die Situation zu analysieren und darüber nachzudenken, wie Du jetzt stattdessen stressfrei handeln könntest. 

Wichtig: Wir können nicht denken, wenn wir gestresst sind. Du wirst merken, dass Du die Situation besser beurteilen kannst, wenn Du etwas gelassener bist.

2. Wahrnehmung umlenken

Komm ins Hier und Jetzt! Atme mit tiefen Atemzügen und fokussiere Dich achtsam auf etwas, was gerade in Deiner Nähe ist. Schau in den Himmel oder aus dem Fenster. Lege bewusst eine Pause ein und entspanne Dich.

3. Reagiere Dich ab 

Schreie laut oder stampfe mit dem Fuß auf. Gib Deiner überschüssigen Energie Raum und lass sie raus. 

Langfristig kannst Du dem Stress mit Sport und Entspannungsübungen begegnen. Versuche, Dir Deine Zeit so einzuteilen, dass Du zwischendrin Pausen einlegen kannst. Vermeide Multitasking und lerne Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Befrei Dich von Menschen und Beziehungen, die Dir nicht gut tun. Lerne nein zu sagen und Deine Grenzen zu setzen. Mach Dich frei von Perfektionismus und ständigem Leistungsdenken und versuche Deine Stressfaktoren positiver zu bewerten. Deine Einstellung spiet eine große Rolle für Dein Stressempfinden.  

Steckst Du zu tief in der Stressspirale, dann helfe ich Dir gerne in einem Coaching Deinen individuellen Ausstieg zu finden!

Deine Vio.


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Mensch als manipulierte Marionette

Was sind toxische Beziehungen und wie erkennst Du sie?

Toxische Beziehungen haben viele Gesichter und können in jedem Lebensbereich vorkommen. Sie betreffen partnerschaftliche Beziehungen, zwischenmenschliche Beziehungen im Arbeitskontext, familiäre Beziehungen ebenso wie freundschaftliche Beziehungen. Je nach Lebensbereich können toxische Beziehungen verschiedene Formen annehmen. Neben emotionalem/psychischem Missbrauch kann es vor allem im partnerschaftlichen oder familiären Kontext zum Beispiel auch zu physischem Missbrauch kommen. Im Zusammenhang mit der Arbeit handelt es sich häufig um Mobbing durch Kollegen aber auch Vorgesetzte. Toxische Freundschaften sind häufig gekennzeichnet durch zum Beispiel Ausnutzung und Neid, aber auch schlechten Einfluss im weitesten Sinne. 

Toxische Beziehungen sind in der Regel daran zu erkennen, dass ein Part als toxisch erscheint und das Gegenüber das Verhalten (er)duldet. Im partnerschaftlichen Bereich kann es durchaus auch zu einer Kombination aus zwei toxischen Persönlichkeiten kommen, darauf soll in diesem Beitrag allerdings nicht näher eingegangen werden.

Manipulierte Person

Toxische Menschen haben häufig narzisstische Tendenzen. Sie üben Macht und Druck auf andere aus. Unterdrücken ihr Gegenüber und halten es klein. Sie wollen um jeden Preis kontrollieren und neigen häufig dazu, ihren Partner/ihre Partnerin zu isolieren. Typische Aussagen von toxischen Menschen sind zum Beispiel „Du kannst das einfach nicht!“ „Nie machst du etwas richtig!“ „Du bist einfach zu blöd dazu!“ Hast Du solche oder ähnliche Aussagen auch schonmal gehört? Vielleicht sogar persönlich? Egal ob sie vom Partner, einem Elternteil, einem Lehrer oder dem Vorgesetzten kommen – sie sind zutiefst verletzend und prägen uns. Sie führen zu Selbstzweifeln, zerstören das Selbstbewusstsein.

Warum Du Dich schwer aus einer toxischen Beziehung lösen kannst

Der (er)duldende Teil in einer toxischen Beziehung weist oftmals eine abhängige Persönlichkeitsstruktur auf. Gerade Kinder in toxischen Familienbeziehungen haben im Grunde keine Chance allein aus der Situation herauszukommen. Geprägt durch zahlreiche emotionale/psychische Übergriffe sind sie nicht in der Lage, ein gesundes Selbstbild zu entwickeln. Selbstwert und Selbstliebe erlernen Kinder aus toxischen Familie häufig nicht und reifen somit zu Erwachsenen mit abhängigen Persönlichkeitsmustern heran. Typische negative Glaubenssätze sind hier zum Beispiel „Ich bin nicht gut genug.“ „Ich habe nicht verdient, geliebt/respektiert…zu werden.“ „Ich habe noch nie etwas richtig gemacht.“ „Ich bin nur liebenswert, wenn ich xy alles recht mache.“ Das sind natürlich nur einige von vielen verschiedenen Aussagen, die dazu führen, dass sich auch das Verhaltensmuster an solche Glaubenssätze anpasst. Die Konsequenz daraus ist, dass Menschen mit diesen Glaubenssätzen unter anderem Verhaltensweisen ihrer Partner/Partnerinnen hinnehmen. Oder sich auch im Job von Vorgesetzten und Kollegen immer wieder klein machen lassen, nicht nein sagen können und sich die Arbeit von anderen aufhalsen lassen. 

Es ist aber auch durchaus möglich, dass sich Menschen ohne einschlägige Vorerfahrung plötzlich in toxischen Beziehungen befinden. Vor allem im Beziehungskontext wird dann häufig vieles aus Liebe hingenommen. Die Hoffnung auf Besserung lässt einen verharren und das Drama nimmt so seinen Lauf. Durch ständige Manipulationen und Kränkungen prägen sich auch hier neue negative Glaubenssätze. Betroffene haben auf einmal Zweifel an ihrem Selbst, ihren Fähigkeiten. Je länger die Beziehung andauernd, umso schwerer wird auch hier der Ausstieg.

Ohne Hilfe von außen in Form von Coaching oder Therapie ist es häufig sehr schwer, solche krankmachenden Muster zu durchbrechen. Ein erster Schritt ist die Arbeit an den negativen Glaubenssätzen und deren Auflösung/Umschreibung. Gerade bei schweren Fällen von Missbrauch jeder Art können zudem weitere Maßnahmen zum Schutz wichtig und unerlässlich sein. Es ist zudem nicht unwahrscheinlich, dass man rückfällig wird und sich plötzlich erneut in einer toxischen Partnerschaft oder Beziehung wiederfindet.

Toxische Beziehungen machen krank

Wer in einer toxischen Beziehung feststeckt, ist nicht nur permanentem Stress und emotionalem Druck ausgesetzt, sondern hat auch ein ernsthaftes Erkrankungsrisiko. Chronischer Stress fördert unter anderem Erkrankungen wie Depressionen, Burn Out sowie Herz-Kreislauferkrankungen. Außerdem verhindern diese negativen Beziehungen die persönliche Entwicklung, blockieren und schwächen die Betroffenen. 

Wenn du selber betroffen bist und nach einer Lösung suchst oder tiefer in das Thema einsteigen möchtest, empfehle ich Dir unser neuen Online-Kurs „Rock dein Leben ohne toxische Beziehungen“. Hier erfährst du in 4 Lektionen, wie du dich erfolgreich aus einer toxischen Beziehung löst und sie zukünftig vermeidest. Du bekommst viele Übungen an die Hand, um deine negativen Glaubenssätze und Verhaltensmuster aufzudecken und zu bearbeiten und vieles mehr.

Deine Vio


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Glücksklee mit Marinenkäfer auf einem altem Hufeisen

Auf der Suche nach dem ewigen Glück

Auch ich war lange Zeit eine Suchende. Der Job machte mich nicht glücklich, meine damalige Beziehung brachte nicht das ersehnte partnerschaftliche Glück. Meine Finanzen waren weit entfernt von dem, was ich mir wünschte. Mein Leben machte mich nicht glücklich. Im Grunde machte es mich auch nicht tot-unglücklich, aber zufrieden und erfüllt war ich absolut nicht. Also suchte ich unentwegt weiter nach meinem Glück. Neuer Job, neuer Partner, neues Hobby. Vielleicht würde mich Meditation oder Yoga erfüllen? Also begann ich, regelmäßig zu meditieren und Yogaübungen zu machen. Es passierte…nichts! Das konnte doch nicht sein! Schließlich versprachen Wellnessmagazine auf ihren Hochglanzseiten mir die absolute Erfüllung, wenn ich es nur regelmäßig praktiziere. Nichts veränderte sich. Ich übte also weiter und wartete auf das Glück.

Glücksklee

Ich fragte mich, warum das Glück scheinbar bei allen anderen Einzug hielt, nur bei mir nicht. Meine Social-Media Timelines waren voll von glücklichen und erfolgreichen Menschen, die scheinbar in vollkommener Balance mit sich und der Welt lebten. Was machte ich nur falsch? Ich besorgte mir also Glücks-Ratgeber. Davon gibt es schließlich mehr als genug. Außerdem verschlang ich einen Erfolgs-Bestseller nach dem anderen. Das musste doch der Schlüssel zu meinem ganz persönlichen ewigen Glück sein! Erfolg! Was heißt hier „Geld allein macht nicht glücklich!“ Blödsinn! Wenn man genug Geld hat, ist man automatisch auch glücklich. Oder etwa nicht?

Der ganz persönliche Weg zum Glück

So einfach ist es leider nicht. Wer sein Glück im Außen sucht, wird es Zeit seines Lebens meist vergebens suchen. Äußeres Glück ist schnelllebig und vergänglich. Wer kennt es nicht – kaum hat man es sich in seinem äußeren Glück gerade richtig gemütlich gemacht, zerplatzt es. Die Traumbeziehung zerbricht, der Traumjob entpuppt sich als Albtraum. Nichts ist, wie es scheint. Unser äußeres Glück ist also sehr fragil. Was nicht bedeutet, dass uns Dinge im Außen nie glücklich machen können. Das wäre nicht korrekt und auch unfair. Denn es gibt tausende kleine und große Dinge, die uns Glücksmomente bescheren können. Zeit mit unseren Lieben, ein intensiver Sonnenuntergang oder auch unser Lieblingslied. Aber die wirkliche Erfüllung und das tiefe Glück erfahren wir nur aus uns selbst heraus. 

Für mich bedeutet das, zu erkennen, was ich wirklich will. Und zwar nicht nur vielleicht, sondern absolut und aus ganzem Herzen. Damit meine ich nicht, ein neues Auto oder ein schönes Haus und auch nicht den ultimativen Mann, sondern dass, was mich erfüllt. Was meinem Leben Sinn gibt und mir eine Richtung. Es bedeutete aber auch, mich meinen Schatten, meinen Ängsten und meiner Vergangenheit zu stellen – mit all dem Schmerz, der darin verborgen war. Ich verstand, dass alles zusammen gehört. Ohne Schmerz keine Freude. Ohne Krankheit keine Gesundheit. Ohne Angst keine Gelassenheit. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen, denn Polarität bestimmt unser Leben. Das eine zieht das andere an und beide Pole sind untrennbar miteinander verbunden. Erst als ich begriff, dass auch all das Dunkel zu meinem Leben gehört und da sein darf, verstand ich, was Glück wirklich bedeutet. Das war ein intensiver Prozess, den ich mit einer tollen Begleitung innerhalb meiner psychotherapeutischen Ausbildung gehen durfte. Das eigene Bewusstsein zu begreifen und zu erweitern, kann einen schnell überfordern. Ich konnte diesen Weg gehen, weil ich zuvor intensiv an meiner Basis gearbeitet habe.Heute bin ich an einem Punkt, an dem ich weiß, dass es auch mal schlechte Tage gibt. Ich lasse sie zu und gebe mich den Emotionen hin. Denn ich weiß, dass danach das Glück wieder einzieht. Im Grunde steht es immer schon in den Startlöchern. Ich habe gelernt, selbst an miesen Tagen positiv zu denken und das hat mein Leben nachhaltig verändert. Denn eine positive Grundhaltung sorgt dafür, dass das Leben im Flow ist und bleibt. Sie stärkt unsere Ressourcen und unsere Resilienz und hilft uns, schlechte Tage leichter durchzustehen. Sie bewirkt aber auch, dass mein Leben eine Wendung genommen hat, nach der ich immer krampfhaft gesucht habe. Meine Beziehung erfüllt mich und ich kann sie liebevoll leben. Kein zwanghaftes Glücklichsein, sondern einfach Sein. Meine Arbeit ist inzwischen zur Berufung geworden und der Erfolg hat sich wie von selbst eingestellt. Und ja, Geld macht auch glücklich, denn es ist Mittel zum Zweck. Es gibt mir zum Beispiel die Möglichkeit, meine Herzensprojekte im Tierschutz zu unterstützen und das wiederum ist ein wichtiger Punkt in meiner persönlichen Glücks-Formel.

Warum die Positiv-Denken Szene auch Schaden anrichten kann

Ich habe auf meinem Weg viel ausprobiert. Vieles was aus heutiger Sicht der Forschung eher schädlich als fördernd ist. So zum Beispiel das lange Zeit propagierte Positive Denken in Form von Affirmationen und dem Unterdrücken negativer Gedanken und Emotionen. Hiervon kann ich nur vehement abraten! Denn unterdrückte Emotionen können (und werden) häufig zu großen Problemen führen. Das ist absolut nicht ratsam. Es gibt gute Methoden und Verfahren (die auch in unseren Coachings zum Tragen kommen), mit deren Hilfe man einen gesunden Umgang mit seinen Gedanken und Gefühlen erlernt und sich gleichzeitig eine positive Grundhaltung „antrainiert“. An diesem Punkt kommen dann auch Achtsamkeitsübungen, Meditation, Yoga, Affirmationen und vieles mehr zu einem sinnvollen Einsatz. 

Einmal auf dem richtigen Weg, hat sich nicht nur mein Leben sondern meine Persönlichkeit und mein Bewusstsein nachhaltig verändert. Ich empfinde tiefes Glück heute aus meinem Inneren heraus. Genauso wie ich Glücksmomente im Außen genieße. Und mein Weg ist noch nicht zu Ende!

Meine Erfahrungen auf diesem Weg teile ich mit Dir in unseren Coachings. Schreibe mir doch bitte eine E-Mail an info@mindwellness-berlin.de oder rufe mich einfach unter 030 548 65 22 an, damit ich Dir mehr darüber sagen kann.

Deine Vio.


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Buch mit Motivationsspruch

Motivation – was tun, wenn der Antrieb fehlt?

Die liebe Motivation ist in meinen Coachings oft ein Thema, das viel Raum einnimmt. Viele Menschen kommen zu mir, mit einer Idee – manche sogar mit der ganz großen Vision. Aber sie kommen nicht ins Tun. Gleich einer Blockade fehlt ihnen die Motivation für die Umsetzung. Wo anfangen und warum überhaupt? Ist mein Leben nicht so wie es ist gut genug? Fragen über Fragen und je mehr man sich darin verliert, umso weniger Motivation wird für die entscheidenden Schritte freigesetzt. 

Was aber ist Motivation überhaupt?

Bücher mit Motivationssprüchen

In erster Linie unterscheidet man hier die extrinsische Motivation von der intrinsischen Motivation. Die extrinsische Motivation beruht dabei auf einem Anreiz, der im Außen zu finden ist. Zum Beispiel kann das der ungeliebte Job sein, der weiterhin ausgeführt wird, weil er gut entlohnt wird. In diesem Fall wäre das Gehalt der Anreiz. Der Job selber wird eher als unbefriedigend wahrgenommen. Die intrinsische Motivation hingegen hat ihren Anreiz in der Tätigkeit selbst. Das könnte zum Beispiel ein Ehrenamt sein, was man ausführt, weil es eigene innere Werte und Überzeugungen befriedigt (z.B. Mitgefühl oder Nächstenliebe). Intrinsisch motivierte Tätigkeiten werden also nahezu immer um ihrer selbst Willen ausgeübt. Das führt zu einem sogenannten Flow-Erleben. In der Positive Psychologie und somit auch in meinen Coachings liegt der Schwerpunkt immer auf der intrinsischen Motivation. Extrinsische Motivation spielt eine untergeordnete Rolle, weil sie häufig zu Widerstand und Vermeidung führt und somit zu widerwilligem Handeln. Außerdem steigert zwar auch die extrinsische Motivation unseren Selbstwert – aber nur die Form des Selbstwerts, die von äußeren Faktoren wie z.B. Erfolg abhängt und somit wenig stabil ist. Die intrinsische Motivation hingegen hilft uns Verantwortung zu übernehmen unterstützt unsere Entwicklung eines gesunden und stabilen Selbstwerts. Das bedeutet für meine Coachings, dass ich bei Motivationsproblemen immer den Schwerpunkt auf die intrinsische Motivation lege.

Was ist das Flow-Erleben und wie komme ich in den Flow?

Üben wir eine Tätigkeit aus, können wir dabei in einen Flow kommen. Jeder von uns hat diesen Zustand sicher schon erlebt! Die ausgeübte Tätigkeit nimmt unsere volle Konzentration in Anspruch, wir sind also absolut fokussiert und lassen uns schwer bis gar nicht ablenken. Dabei geraten wir in Selbstvergessenheit und auch die Zeit beachten wir kaum noch. Wer von uns ist noch schon mal so versunken in etwas gewesen, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist und man fast einen Schrecken bekommen hat, als man auf die Uhr schaute. Unser Bewusstsein verschmilzt während dessen sozusagen mit der Handlung. Zum Flow gehört außerdem die Zuversicht auf Erfolg und das Gefühl, etwas Lohnendes zu tun. Wichtig sind auch klar formulierte Ziele und eine direkte Rückmeldung über den Erfolg. In der Regel stellt die Tätigkeit auch große Anforderungen an uns, denen wir uns aber noch gewachsen fühle – ohne das Gefühl der Überforderung. Gerade der Punkt etwas Lohnendes um seiner selbst Willen zu tun bezieht sich auf die intrinsische Motivation und spornt uns an, durchzuhalten. 

Warum also überhaupt einen Flow-Zustand anstreben?

Die intrinsische Motivation ist sozusagen der Schlüssel für ein erfülltes Leben. Untersuchungen haben ergeben, dass die Lebensqualität überdurchschnittlich gut eingeschätzt wird von Menschen, die den ganzen Tag hauptsächlich Dinge tun (Job, Freizeit etc.), die sie mit Freude tun. Dazu gehören natürlich auch mal lästige Tätigkeiten, aber die Einstellung dazu ist hier das entscheidende. In meinem Fall sind das z.B. alle Tätigkeiten rund ums Marketing. Das ist irgendwie nicht meine Materie und dementsprechend tue ich mich damit schwer und schiebe es ganz gerne mal vor mich her. Leider ist es nun mal notwendig, damit möglichst viele Menschen auf mich und mein Angebot aufmerksam werden. Und genau an dem Punkt kommt wiederum meine intrinsische Motivation ins Spiel – es ist mir ein Bedürfnis, Menschen zu unterstützen! Also sorge ich mit Freude dafür, dass sie ihren Weg zu mir finden.

Selbstmotivation, Motivations-Apps und Motivationssprüche – wie motiviere ich mich richtig?

Um Deine intrinsische Motivation zu steigern, ist es zu allererst von Vorteil, wenn Du Dein Selbstbild genauer unter die Lupe nimmst. Wer bist Du? Welche Werte und Überzeugungen hast Du? In meinen Coachings ist das (fast) immer der erste Schritt. Finde heraus, für was Du brennst, was Dich anspornt und Deinem Leben einen Sinn gibt. So kannst Du Dich im Sinne von Selbstmotivation selber von innen heraus motivieren. Du wirst feststellen, dass Du die Tätigkeiten, die mit Deinem Selbstbild übereinstimmen oder es sogar stärken, deutlich motivierter angehst. 

Meist bleiben uns aber eben auch ungeliebte Tätigkeiten wie z.B. Putzen oder Lernen nicht erspart. Hier kannst Du mit einigen kleinen Tricks Deine Motivation fördern. 

  • Belohne Dich: Gönne Dir nach der Erledigung einer unliebsamen Aufgabe etwas. Was machst Du gerne? Vielleicht möchtest Du mal wieder schön Essen gehen oder Dir ein neues tolles Buch kaufen.
  • Verbinde ungeliebte Tätigkeiten mit etwas Angenehmen: Du kannst z.B. während der Hausarbeit Deine Lieblingsplatte auflegen und laut mitsingen.
  • Pausen und Schlaf: Gerade in Situationen, in denen sich Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum ziehen (z.B. Prüfungsvorbereitungen), solltest Du auf ausreichend Schlaf achten und Dir genug Erholungspausen gönnen. Unser Schlaf dient der Regeneration und ist daher besonders wichtig. Achte hier vor allem auch auf Deine Schlafhygiene! Deine Erholungspausen kannst Du nach Belieben gestalten. Vorteilhaft ist es allerdings, sich in den Pausen zu bewegen. Einen schönen Spaziergang zu machen – um sprichwörtlich „den Kopf frei zu kriegen“ – oder eine kleine Sporteinheit oder Meditation einzulegen. Probiere einfach aus, was Dich am ehesten entspannt und wo Du Stress abbauen kannst.
  • Ziele: Setze Dir immer wieder neue Ziele. Achte dabei darauf, Dir Deine Ziele nicht zu groß zu stecken. Da Dich das schnell überfordern kann. Dein Gehirn steht dann sozusagen vor einem riesigen Berg an Herausforderungen und weiß nicht, wie es das bewältigen soll. Besser ist es, Zwischenziele einzubauen. So kann Dein Gehirn gut erfassen, was gefordert ist und Du kannst Dich darauf fokussieren. Damit kommst Du viel entspannter an Dein Ziel.
  • Spaß: Nicht zu vergessen: Hab Spaß! Nimm nicht alles bitterernst und lache auch mal über Deine Fehler. Denn genau die sind unglaublich wichtig für Deinen Lernprozess. Und selbst wenn Du bemerkst, dass Du Dich in einer Sache verrannt hast, ist das super! Du weißt dann nämlich einmal mehr, was Du nicht willst.
  • Motivationssprüche und Motivations-Apps: Solche kleinen Helferlein können durchaus sinnvoll sein. Achte aber darauf, dass sie individuell sind. Schreib Dir Deinen Motivationsspruch selber und hänge ihn Dir an die Wand. Ein „Du schaffst das“ Blechschild wird Dich langfristig kaum motivieren.

Scheue Dich nicht, auch mal Unterstützung anzunehmen: Ich begleite regelmäßig Klientinnen und Klienten auf ihrem erfolgreichen Weg zu mehr Motivation, Zufriedenheit und Lebensfreude.

Deine Vio 



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Violetta Braimovic Potrait - schwarz weiß, nur Gesicht erkennbar

Corona – wir sind nicht hilflos

Noch vor wenigen Wochen hätte ich mir nicht träumen lassen, dass wir alle in eine Situation geraten, in der Beiträge wie dieser, notwendig werden. Nun ist sie da – die Situation. Ein kleines Virus hat uns kalt erwischt. Wir fühlen uns in unserer physischen und psychischen Gesundheit bedroht.

Wir müssen “Social Distancing” praktizieren, d.h. (physische) Kontakte auf eine Minimum reduzieren, sind aus dem Alltag gerissen, stehen vor nie gekannten Herausforderungen. Diese Umstände verlangen uns viel ab. Sie überfordern so manchen von uns. Besonders hart trifft dieser Umstand psychisch vorerkrankte und alleinstehende (alte) Menschen.

@Hermann O. Ehlers

In Zahlen ausgedrückt, sprechen wir von 17,3 Millionen Einzelpersonenhaushalten (davon ca. 6.000.000 Millionen alleinlebender Rentner) (1). Hinzu kommen die psychisch erkrankten Personen. 2019 waren 27,8 % (17,8 Millionen) der Erwachsenen in Deutschland von psychischen Erkrankungen betroffen. Davon litten allein 15,4 % an Angststörungen und 8,9 % (hierzu zählen u.a. Depressionen) an affektiven Störungen (2). Für diese Gruppen birgt die aktuelle Situation große Schwierigkeiten.

Aber auch Menschen, die in Beziehungen oder Familienverbunden leben, psychisch unvorbelastet sind und über ausreichend Ressourcen verfügen, kommen inzwischen zunehmend an ihre Grenzen.

Die Kinder sind durchgehend zu Hause, der Schulunterricht wird weitestgehend von den Eltern übernommen. Kann man nicht im Home-Office arbeiten, muss zusätzlich die Betreuung der Kinder sichergestellt werden. Und auch das Arbeiten im Home-Office verlangt große Disziplin und muss mit den Belangen der Familie abgestimmt werden. Neben all dem braucht es auch Beschäftigung für die Kinder, denn auch die leiden sehr unter der Trennung von ihren Freunden. Austoben auf dem Spielplatz ist nicht möglich und nicht jeder ist in der glücklichen Lage, einen Garten sein Eigen zu nennen. Und selbst dann, fehlen ja immer noch die anderen Kinder. Sind Geschwisterkinder in den Familien bringt das etwas Entlastung, häufig aber auch neue Konflikte.

Stichwort Konflikte: Die Ausgangsbeschränkungen bergen eine große Gefahr für die Zunahme häuslicher Gewalt. Dies betrifft vor allem Kinder, Jugendliche und Frauen. Aber auch Männer sind zunehmend von häuslicher Gewalt betroffen und sollen an dieser Stelle keine Ausnahme bilden.

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Egal ob jung oder alt. Menschen leiden unter der mangelnden Nähe zu geliebten Menschen. Familienmitglieder und Freunde sind häufig in großer Ferne. Keine Umarmung zur Aufmunterung, als Trost oder auch als Zeichen der Zuneigung. Vieles spielt sich aktuell ausschließlich im digitalen Raum ab. Hinzu kommt das Gefühl, sich vor seinen Mitmenschen schützen zu müssen. Überspitzt dargestellt ist jeder Mitmensch ein potenzieller Virusträger und wird somit als Feind für die eigene Gesundheit angesehen. Das führt dazu, dass viele Menschen sich momentan vorsichtig und bisweilen auch misstrauisch beäugen. Hinzu kommen Existenzängste, die Sorge um den Arbeitsplatz oder das eigene Geschäft. Wie geht es weiter? Eine Frage, die sich wohl jeder in dem ein oder anderen Zusammenhang in den letzten Tagen und Wochen schon gestellt hat.

Auch wenn die momentanen Maßnahmen richtig und wichtig sind, müssen wir doch irgendwie mit ihnen umgehen. Wir müssen gravierende Einschnitte in unserem Alltag, unserem Privatleben kompensieren. Unsere bis dato so selbstverständliche Freiheit, ist stark eingeschränkt. Was macht das mit uns? In erster Linie macht es den meisten Menschen Angst. Es zeigt uns auf, dass wir verwundbar sind. Das wir manche Dinge nicht bis ins Detail kontrollieren können. Aber auch jetzt sind wir der Situation nicht hilflos ausgesetzt!

Was wir tun können, um unsere psychische und körperliche Gesundheit zu stärken:

Tagesrhythmus beibehalten bzw. schaffen

Kürzlich sagte eine Bekannte zu mir, sie würde sich jeden Tag so anziehen und zurecht machen, als würde sie ins Büro gehen. Das würde ihr helfen, eine gewisse Routine einzuhalten. Wie wichtig das ist, wissen vor allem Menschen, die schon mal mit einer Depression konfrontiert waren. In Therapien ist das eine der ersten Maßnahmen, die man zu etablieren versucht. Ein geregelter Tagesablauf kann uns helfen, emotionale Stabilität zu erlangen. Wir fühlen uns sicherer, wenn die Dinge täglich ihren gewohnten Lauf nehmen. Feste Zeiten und Strukturen helfen uns, unsere Aufgaben zu bewältigen. Dabei sollten diese unbedingt sinnvoll an die veränderte Situation angepasst werden. Hier ist es hilfreich, einen schriftlichen Plan zu erstellen und sich so bewusst zu machen, wie viel Zeit man hat und wie man diese einsetzt. Denn der Tag hat auch weiterhin nur 24 Stunden, egal, ob wir neben dem Home-Office noch mit den Kindern lernen müssen oder nicht. Die größte Gefahr liegt hier eindeutig darin, sich zu überfordern. Also unbedingt bewusst und überschaubar planen und im Zweifel lieber den ein oder anderen Abstrich machen!

Gegenseitige Rücksichtnahme und Grenzen setzen

Selbst unter normalen Umständen kommen die meisten Familien nicht ohne kleinere oder manchmal auch größere Konflikte aus. Im Moment ist es noch mal deutlich schwieriger. Wir haben kaum die Möglichkeit, zu entfliehen und sind daher gezwungen, viele Situationen auszuhalten. Hier können klare Regeln helfen, die wir zusammen mit unserer Familie aufstellen können. Ganz wichtig ist an der Stelle, miteinander zu reden! Bedürfnisse jedes Einzelnen müssen Raum finden. Bitte bedenkt aber auch, dass niemand Eure Gedanken erraten kann.

Mögliche Regeln können sein:

  • mit den Kindern einen Stundenplan festlegen
  • mögliche Beschäftigungen für die Zeit in der Elternteile im Home-Office arbeiten
  • einen festen Rückzugsort installieren, den jeder aufsuchen darf, wann er möchte und an dem er ungestört verweilen kann
  • in regelmäßigen Abständen eine Familien-Gesprächsrunde abhalten (möglichst mit positiven Dingen starten und insgesamt zeitlich beschränken)
  • tägliche feste Rituale einführen (z.B. Gesellschaftsspiele, gemeinsam kochen)
  • einander ausreden lassen
  • nicht diskutieren, wenn man emotional aufgewühlt oder wütend ist
  • Toleranz und gegenseitiges Verständnis zeigen, denn die Situation ist für alle gleich belastend
  • eventuelle Ängste ernst nehmen

An die frische Luft gehen und sich sportlich betätigen

Die Verordnungen der Bundesländer im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen lassen in den meisten Fällen die Bewegung an der frischen Luft zu. Das sollten wir auch unbedingt nutzen! Geht an die Luft, genießt die Frühlingssonne. Die Kinder können sich austoben (natürlich nicht mit anderen Kindern) und sind dadurch weniger quengelig. Ein Spaziergang oder eine Runde joggen dient nicht nur der Abwechslung, sondern stärkt das Immunsystem ebenso wie unser Herz-Kreislaufsystem und unser Wohlbefinden.

Auch zu Hause sollte man sich regelmäßig bewegen. Hier können wir alle Familienmitglieder einbinden, denn zusammen macht ein wenig Sport doch gleich viel mehr Spaß und spornt an!

Auf die Ernährung achten

Viel frisches Obst und Gemüse sollte gerade jetzt vermehrt auf den Teller kommen. Auf Alkohol solltet Ihr momentan lieber verzichten, um Euer Immunsystem nicht zusätzlich zu schwächen.

In Verbindung bleiben

Nutzt die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation! Via Chat, Skype oder Telefon können wir heute 24/7 miteinander verbunden sein. Vergesst hierbei auch Eure Kinder nicht. Selbst für die Kleinen kann skypen mit der besten Freundin/dem besten Freund ein wunderbares Erlebnis sein. Auch wenn die körperliche Nähe im Moment fehlt, können wir uns über all diese Kanäle austauschen, Mut machen, miteinander lachen und auch weinen. Ein simples “Wie geht´s dir?” hat momentan für viele von uns eine große Bedeutung. Lasst uns füreinander da sein!

Sich sinnvoll beschäftigen

Natürlich kann man auch mal eine Netflix-Serie “durchsuchten”, wenn man über einen längeren Zeitraum notgedrungen zu Hause ist. Aber Videospiele & Co. sollten nicht zur Hauptbeschäftigung werden. Besser ist es, mal richtig auszumisten, den Frühjahrsputz zu machen, ein gutes Buch zu lesen oder sich einfach mit dem beschäftigen, wofür sonst selten Zeit ist. Auch Online-Kurse in verschiedenen Bereichen können die Langeweile vertreiben.

Vor Fake-News schützen

Gerade in Krisenzeiten haben Fake-News Hochkonjuktur! Was auch immer Menschen dazu bewegt, andere in Panik und Hysterie zu versetzen, es funktioniert. Daher sollten wir uns seriöse Quellen suchen, aus denen wir unsere Informationen beziehen. Und wir sollten uns ebenso vor einer Informationsflut schützen, denn auch das kann uns gewissermaßen um den Verstand bringen.

Hier der Podcast meines Lieblingsvirologen:

The Daily Streeck

Unterstützung suchen

Wenn trotz allem einfach nichts mehr geht, traut Euch, um Unterstützung und Hilfe zu bitten!

Wir bieten Euch die Möglichkeit kostenlose Erstgespräche mit uns via Telefon oder Skype zu führen. Dazu schreibt uns bitte unter Angabe Eurer Telefonnummer an info@mindwellness-berlin.de Wir melden uns zeitnah bei Dir zurück!

Wichtige Rufnummern für Krisensituationen

“Nummer gegen Kummer”
für Kinder und Jugendliche
116 111
Elterntelefon0800 111 0550
Pflegetelefon030 2017 9131
Hilfetelefon “Schwangere in Not”0800 404 0020
Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” 0800 011 6016
Hilfe für Gewaltopfer 116 006
Telefonseelsorge bundesweit0800 111 0 111

Bleibt gesund und denkt daran, dass jeder Sturm irgendwann vorüber zieht!

Alles Liebe, Eure Vio.

Quellen:

(1) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156951/umfrage/anzahl-der-einpersonenhaushalte-in-deutschland-seit-1991/

(2) https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/154e18a8cebe41667ae22665162be21ad726e8b8/Factsheet_Psychiatrie.pdf