Schmerz und Kummer

Schmerz und Kummer aktiv heilen

Schmerz und Kummer

Wenn du diesen Beitrag liest, kennst du wahrscheinlich das Gefühl, wenn dir plötzlich der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Wenn die Welt gefühlt stehen bleibt und alles deutlich weniger Sinn macht als zuvor. Man hat keine Energie mehr, man hat keine positiven Gedanken mehr und auch an Zukunft kann oder will man nicht denken. 

Du kennst das? Dann hast du wahrscheinlich gerade Liebeskummer und steckst mitten in einer Trennung oder versuchst diese noch zu verarbeiten. 

Irgendwann im Leben kommt beinahe jeder Mensch in so eine Situation. Wie stark man sich emotional davon mitreißen lässt, ist bei jedem/r unterschiedlich. Doch wenn es dir gerade oder seit einiger Zeit bereits richtig schlecht geht, weil dein Partner dich verlassen hat, dann lies hier unbedingt weiter, denn mir ging es wie dir. 

Das Ende der Geschichte

Alles veränderte sich, als ich die WhatsApp-Nachricht bekam “Wir müssen uns mal auf neutralem Boden treffen und Klartext reden”. 

Eine Nachricht, die ich nicht wirklich verstehen konnte, da wir 24 Stunden vorher bereits “Klartext” geredet hatten. 

Denn unsere Beziehung kam ins Straucheln. Ihm kam es wie Stillstand vor. Zudem belasteten zu dem Zeitpunkt einige äußere Einflüsse unseren Alltag. Ich konnte damit gut umgehen, er scheinbar weniger. Wir redeten viel und am Ende hieß es dann doch “wir schaffen das”. Doch in der Nacht darauf kam dann seine Nachricht, als er beruflich unterwegs war. Mein Gefühl sagte mir sofort “Ok, irgendwas muss dort gerade vorgefallen sein. Irgendwas hat ihn gerade aufgewühlt.” 

So trafen wir uns schließlich an einem kalten, feuchten Nachmittag im Herbst im Park und redeten – schon wieder. 

Dann saßen wir auf einer Parkbank und während er mir erklärte, was in ihm vorgeht und warum er von heute auf morgen seine Meinung ändert, machte es bei mir “Klick”. Als mein Kopf realisierte, dass es hier endet, brach es aus mir heraus. Tausend Gedanken und Gefühle überfielen mich, was mich so heftig traf, dass ich dachte mein Körper gibt gleich auf. Und dann liefen die Tränen und liefen und liefen. 

Es waren knapp 3 Jahre Beziehung. Er 24, ich 33. Eine Beziehung, für die ich mich bewusst entschieden habe als ich mir auch eine gemeinsame Zukunft vorstellen konnte. Obwohl nicht immer alles heiter Sonnenschein war. Doch die Beziehung war mein Anker, mein Hafen, in dem ich Kraft getankt habe in einer Zeit, in der Freunde treffen kaum möglich war. In einer Zeit, in der ich so viele berufliche Baustellen hatte, dass nur der Mann an meiner Seite neue Energien in mir wecken konnte. 

Offensichtlich war ich mit diesen Gefühlen aber allein. 

Die Karriere war jetzt wichtig und auch das Genießen des Lebens, solange er noch jung ist.

Er ist strukturiert und organisiert, pünktlich. Ich bin ein Wirbelwind. Pünktlichkeit zählt nicht zu meinen Stärken.

Ich dachte, wir ergänzen uns. Doch für ihn war es wohl belastend – auf einmal. 

Die Aufbauphase

Ich fühlte mich so verloren, wie seit vielen Jahren nicht mehr. 

Und dann fing ich einfach an, während ich nach dem Gespräch im Park noch im Auto saß, zu reden. Ich rief Vio an und versuchte weinend zu berichten. Wir redeten und sie gab mir genau den richtigen Input, um fürs Erste wieder klarer zu sehen.

Anschließend fuhr ich zu einer anderen Freundin in der Nähe. Wieder reden und tröstende Worte, die mir guttaten. Als ich daheim ankam, war ich einfach nur erschöpft und ging schlafen. 

In den Tagen danach riss ich mich zusammen, holte alle meine Sachen bei meinem nun Ex-Freund ab, fuhr danach 2 Tage weg und redete wieder mit Freunden. Ich ließ es mir gut gehen und nahm mir Zeit zum Nachdenken.

Der darauffolgende Alltag war gewöhnungsbedürftig, aber erträglich. 

Eine Trennung zu verarbeiten, geht zwar kaum von heute auf Morgen, aber es gelang mir drei Wochen später bereits völlig geerdet zu sein. Im Grunde war ich abgeklärt, was mir nach keiner Trennung so schnell gelungen ist. 

Tipps gegen Liebeskummer

Was ist die beste Selbsttherapie in solchen Lebenssituationen?

  1. Reden, reden und nochmal reden! Schütte dein Herz an die Person oder die Personen aus, bei denen du das Gefühl hast, auch ein ehrliches, gut gemeintes Feedback zu bekommen und / oder eine lange Umarmung! Egal ob Freunde, Familie oder Arbeitskollege – sprich mit jemandem, der nicht mit den Augen rollt, sondern jemandem, dem es um dein Wohlbefinden geht und der sich die Zeit nimmt dir zuzuhören und der dir ein gutes Gefühl gibt. 
  2. Denke als allererstes an dich selbst! DU bist ein toller Mensch. Reflektiere die Beziehung! Auch, wenn du gerade glaubst, dass du nie mehr einen so tollen Partner finden wirst, versuche neutral zurückzudenken. War es wirklich so schön? Seid ihr euch auf Augenhöhe begegnet? Was ist genau vorgefallen, dass zur Trennung führte? Und wenn die Beziehung für euch beide keine Zukunft hatte, dann halte deinen Kopf hoch und sag dir nicht, dass die Zeit vergeudet war. Du hast etwas daraus gelernt, du bist selbst gewachsen mit der Beziehung. Vielleicht haben eure Vorstellungen über die gemeinsame Zukunft nicht mehr zusammengepasst. Das Leben verläuft leider nicht perfekt und irgendeinen Grund gab es für das Ende, aber DU bist nicht schuld! 
  3. Nimm dir eine kleine Auszeit. Ja, Arbeit lenkt ab, das stimmt. Aber der tägliche Trott schiebt oft die Trauer nur vor dir her. Einige wenige Tage einfach mal weg sein oder sich bei der besten Freundin / beim besten Freund einquartieren oder ein Kurzurlaub für die Seele. Eine Trennung ist für viele Menschen eine starke psychische Belastung – in manchen Fällen legt sich das sogar auf das körperliche Befinden. Du darfst dich also auch mal krankschreiben lassen! 
  4. Trainiere dein Mindset. Wenn du so unter der Trennung leidest, hast du dich vermutlich emotional vollkommen abhängig gemacht. Du brauchst eigentlich keine andere Person, um dich gut zu fühlen oder Energie aufzuladen. Du bist der Mensch, mit dem du dein ganzes Leben verbringst und kein anderer auf dieser Welt! Deshalb ist es deine Aufgabe auch dafür zu sorgen, dass deine Seele und dein Körper sich erholen und zuversichtlich sind. Und das schaffst du auch! Dein Glaube kann dich wieder fröhlich machen. 🙂 
  5. Achtung! Wenn dir niemand einfällt, an den du dich in dieser Zeit wenden kannst, dem du dich anvertrauen kannst oder du traust dich nicht, möchtest das lieber mit dir selbst ausmachen – auch dann gibt es Möglichkeiten! Du kannst psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen! Mach das ruhig, denn es hilft wirklich, wenn du dir alles von der Seele reden kannst! Oder du willst es ganz allein in Eigenregie schaffen? Dann könnte auch die Mindwellness-Academy eine gute Lösung für dich sein. Denn dort lernst du viel über dich, dein Denken und die Möglichkeiten, wie du stärker und glücklicher den Alltag gemanagt bekommst. Deine eigene innere Einstellung und die Stärkung deines Selbstwerts können Wunder bewirken! Nicht nur für das Überwinden des Kummers, auch für deine Zukunft! 🙂 

Kopf hoch und sieh nach vorne! Liebeskummer ist scheiße, aber du schaffst das!

Irgendwann wirst du einen neuen Menschen treffen, der die ideale Ergänzung zu deinem eh schon tollen Leben sein wird. 😉

Alles Liebe, Aline


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